Channeling

Wasser sucht sich bekanntlich immer den leichtesten Weg, um durchzufließen. So passiert das auch beim „Channeling“. Das Kaffeemehl im Siebträger wurde nicht richtig verteilt, es bilden sich Risse und Kanäle im Kaffeekuchen und genau da fließt dann das Wasser viel zu schnell durch. Wenn du feststellst das der Kaffee sehr sauer und wässrig schmeckt, dann solltest du danach deinen Kaffeekuchen nach Kanäle untersuchen. Wenn du dort Kanäle findest oder Löcher im Kaffeekuchen dann hat die Extraktion nur an dieser Stelle funktioniert. Das Wasser rinnt zu schnell durch den Siebträger.  Channeling ist eine der häufigsten Brühfehler bei der Zubereitung von Espressos. In diesem Artikel erklären wir dir, wie du dem Channeling vorbeugen kannst.   

Dafür kann es mehrere Gründe geben:

Der Mahlgrad

Wenn der Mahlgrad für deine Siebträgermaschine zu grob oder zu fein eingestellt ist, kann es vorkommen, dass es auch hier zum Channeling kommt. Meist passiert das bei zu fein gemahlenen Kaffee. In den meisten Bedienanleitungen wird ein bestimmter Mahlgrad empfohlen.

Die Füllmenge

Es wurde nicht die richtige Füllmenge an Kaffeemehl in den Brühkorb eingefüllt. Somit ist weniger oder zu viel Kaffeemehl im Brühkorb und das Wasser rinnt viel zu schnell oder viel zu langsam durch. Man nennt diesen Arbeitsschritt auch Leveln. Also genauso viel Kaffeemehl einfüllen, wie es vorgeschrieben ist.

Das Needeling

Ein weiteres Werkzeug, das du verwenden sollst, ist der Kaffee Rührer. Da beim Mahlen des Kaffees oft Klumpen entstehen rührt man das Kaffeemehl im Siebträger nochmals um damit die Klumpen nicht zum Channeling führen und eine gleiche Füllhöhe erreicht wird. Erst danach wird getampert.

Das Tampern

Das Tampern oder auch pressen des Kaffeemehls spielt bei einer Siebträgermaschine eine große Rolle.  Es sollte unbedingt ein Tamper benutzt werden der dein komplettes Sieb abdeckt. Wenn man richtig tampert kann man sehr oft das Channeling verhindern. Wenn das Kaffeemehl gut angedrückt ist, ob nun mit einer Maschine oder manuell, spielt hier kaum eine Rolle. Wichtig ist das es eine gerade durchgängige Oberfläche hat und keine Risse oder gar Löcher im Kaffeemehl zu sehen sind.

 

Ein Tipp zum Schluss:

Nicht mit der gefüllten Brühgruppe irgendwo anstoßen oder hektisch in die Maschine einspannen, somit wird einer erneuten Rissbildung (Channeling) vorgesorgt. Wenn man diese paar Arbeitsschritte sorgfältig durchführt, sollte es zu keinem Channeling kommen.

Liebe Brühgrüße
Dein Grind and Brew Team