Was ist ein kaltgepresster Espresso?

Ganz traditionell gibt es den Espresso schon seit 1855. Da wurde der erste Prototyp auf der Weltausstellung in Paris vorgestellt. Das konzentrierte Kaffeegetränk braucht ein paar Voraussetzungen, um seinem Namen alle Ehre zu machen. Dazu zählen folgende Faktoren: 9 Bar Druck aus der Kaffeemaschine, für eine Portion braucht man 7g gemahlenen Kaffee, die Temperatur soll zwischen 90,5°C und 96°C Grad heiß sein und die Durchlaufzeit mit dem Wasser soll zwischen 20 – 30 Sekunden lang dauern. Dann hast du den perfekten Espresso hergestellt. Aber wie funktioniert ein „kaltgepresster Espresso“? Hier die Auflösung!

Die meisten Espressomaschinen heizen automatisch den Wassertank auf, sobald man sie einschaltet. Es wird also das Wasser dazu benötigt den Druck in der Maschine aufzubauen und für einen guten Espresso zu sorgen.

Für einen kaltgepressten Espresso benötigt man kaltes Wasser eine manuelle Hebelmaschine wie zum Beispiel die Flair Signature – GRIND AND BREW. Dabei wird der Druck durch den Hebel manuell geregelt. Natürlich funktioniert es auch mit anderen manuell betriebenen Hebelmaschinen, die genug Druck aufbauen können. Es wird der gemahlene Kaffee kalt extrahiert. Da bei dieser Brühmethode die Wärme und auch die Zeit fehlt wie zum Beispiel bei einem Cold brew Kaffee, muss man einiges beachten.

Den Kaffee sollte man feiner mahlen als für eine Espressomaschine und ca. 2g mehr berechnen als normalerweise.  Jetzt kommt der entscheidende Punkt. Wenn der gemahlene Kaffee im Siebkorb seinen Platz gefunden hat, der Wasserbehälter mit Wasser gefüllt ist und man den Hebel nur leicht runterdrückt, bis die ersten Tropfen zu sehen sind, dann lässt man den Hebel los und wartet ca. 120 – 180 Sekunden und erst danach drückt man den Hebel bis 9 bar Druck hinunter. Die Wartezeit von 120 – 180 Sekunden braucht der Espresso, um sich zu entfalten. Da bei dieser Methode die Hitze fehlt, lösen sich die Stoffe im Kaffeemehl nicht so schnell. Je länger das Wasser mit dem Kaffeemehl in Berührung ist, desto kräftiger der Geschmack und das Aroma. Bei der Rezeptur achtet man am besten auf ein 1:1 Verhältnis. Natürlich kann man zuhause experimentieren, welche Brühzeit, wieviel Kaffeemehl benötigt wird. Es ist sicherlich spannend unterschiedliche Aromen zu schmecken und seinen Lieblings-kaltgepressten Espresso zu kreieren.

Der geschmackliche Unterschied zwischen einen Cold brew Kaffee und einem kaltgepressten Espresso ist doch ganz erheblich. Denn bei einem kaltgepressten Espresso ist viel mehr Säure und auch mehr Gerbstoff enthalten. Dafür hat man auch viel mehr Aromen, die du entdecken kannst als bei einem Cold brew Kaffee. Ein Cold brew Kaffee ist im Vergleich der geschmeidige, süßliche und fruchtigere Kaffee. Mit einem kaltgepressten Espresso schmeckt auch ein Affogatto oder ein Eiskaffee besser als bei der üblichen Methode, wo man den heißen Espresso kalt werden lässt.

Unser Fazit:

Kaltgepresster Espresso ist keinesfalls ein Nischengetränk und kann im Sommer für sehr gute Abkühlung sorgen. Einfach ausprobieren!

Aromatische Grüße
Dein Grind and Brew Team